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Autodesk: Animationstechnik bei »Tim und Struppi«

Weta Digital nutzte für den animierten Spielfilm »Die Abenteuer von Tim und Struppi« Autodesk Software und hat dabei die virtuelle Produktion im Bereich des Echtzeit-Performance Capturing weiter vorangetrieben.

Steven Spielbergs Version »Tim und Struppi« spielte weltweit über 360 Millionen Dollar ein und war damit 2011 einer der 20 erfolgreichsten Filme. Filmkritiken loben die intensive Stereo-3D-Erfahrung, die durch die Kombination aus Performance Capturing und fotorealistischer Filmproduktion geschaffen wurde.

»Dass die schauspielerischen Feinheiten digital erfasst und die Daten des digitalen Umfelds mit der Vorproduktion, der Produktion und der Postproduktion geteilt werden können, erweitert den Horizont der gesamten Filmproduktion«, erklärt Joe Letteri, Senior VFX Supervisor bei Weta Digital. »Wir können ein virtuelles Set aufbauen, wodurch der Regisseur so drehen kann, als wären die Schauspieler direkt am Live-Schauplatz. Die am Set erfassten Daten werden dann für die Beleuchtung, für die Modellierung, für Texturen und für die weitere Postproduktion genutzt. Die zugrunde liegende Technologie ähnelt zwar der von "Avatar", doch bei "Tim und Struppi" hatten wir ein besseres Gefühl für die benötigten Werkzeuge und konnten Verbesserungen im Workflow realisieren sowie die Übertragung der erfassten Daten vom Set in die finale Produktion rationalisieren.«

Bei der Filmproduktion von »Tim und Struppi« nutzten die Artists von Weta Digital Maya, eine Software für 3D-Animationen und visuelle Effekte, um die digitale Welt des Filmes in niedriger Auflösung zu visualisieren und aufzubauen. Diese Daten wurden anschließend in die virtuelle Umgebung geladen. Um die Live-Performance der Schauspieler am Set zu erfassen, wurde MotionBuilder, eine Echtzeit 3D-Charakteranimations-Software, verwendet. Durch die einheitliche Arbeitsplattform konnten die Produktionsteams die Optik des Films während des gesamten Prozesses schneller erstellen, bearbeiten und verfeinern. Weta Digital griff auf virtuelle Produktions-Techniken zurück, um einen vollständig computergenerierten (CG) Film zu kreieren. So konnte eine On Set-Umgebung geschaffen werden, die direkt mit der Gestaltung der visuellen Effekte verbunden war. Steven Spielberg war es dadurch möglich, so zu arbeiten, als wäre er an einem Live-Set. Er drehte seine Aufnahmen in der Welt von Tim und Struppi und erzielte die Einstellungen, die er sich vorgestellt hat. Die Schauspieler waren zudem in der Lage, am Set sowohl miteinander als auch mit den Requisiten zu interagieren sowie komplett in die Welt einzutauchen.

»Die neueste Technologie von Autodesk ermöglicht es Filmschaffenden, eine unglaubliche neue Welt des Filmemachens zu betreten«, erklärt Marc Petit, Senior Vice President Autodesk Media & Entertainment. »Sie macht die Techniken für eine größere Zahl von Filmschaffenden zugänglich und ermöglicht es ihnen, ihre künstlerischen Visionen besser umzusetzen. Es ist spektakulär, was die Artists von Weta bei der Animation dieser fiktiven Charaktere und ihrer Interaktion mit den Schauspielern erreicht haben.

»Die Abenteuer von Tim und Struppi« gewann kürzlich den Golden Globe für den besten Animationsfilm und ist sicherlich die neue Messlatte für virtuelle Produktionen. »Weta Digital ist bestrebt, innovative Technologien für die visuelle Gestaltung voranzutreiben«, erklärt Sebastian Sylwan, Chief Technology Officer bei Weta Digital. »Unsere Anforderungen an die Technologie sind in der Regel komplex und wir arbeiten mit Forschungseinrichtungen, Industriepartnern und Technologieführern wie Autodesk zusammen, um unseren Artists die modernsten Werkzeuge zu bieten. Bei "Die Abenteuer von Tim und Struppi" profitierten wir vom individuellen Support durch Autodesk, wodurch wir den virtuellen Produktionsprozess so effizient wie möglich gestalten konnten.«

Autor: red

Bildrechte: 2011 Paramount Pictures.

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