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B.TV entlässt alle Mitarbeiter

Derzeit läuft bei B.TV ein eingeschränkter Sendebetrieb mit vielen Wiederholungen und Konserven, der nach Angaben des Insolvenzverwalters noch bis Ende Januar 2003 aufrecht erhalten werden soll. Findet sich aber bis 22. Januar kein Investor, dann gehen die Lichter beim baden-württembergischen Privatfernsehen B.TV aus.
B.TV und die eingesetzten Insolvenzverwalter hatten bis vor kurzem Gespräche mit potenziellen Investoren aus dem Ausland geführt, die von der Moskauer Investment-Bank MDM vertreten wurden. Diese potenziellen Investoren zogen sich dann Anfang Dezember 2002 überraschend zurück. Die Insolvenzverwalter von der Rechtsanwaltskanzlei Schultze & Braun erklären hierzu: »Trotz einer schriftlichen Erklärung über die Übernahme der operativen Verluste aus den Monaten November und Dezember 2002 (…) hat diese Interessentengruppe Ende letzter Woche für alle Beteiligten völlig überraschend erklärt, kein Interesse mehr an einem Engagement bei B.TV zu haben. Die fälligen Zahlungsverpflichtungen wurden nicht erfüllt.«
Noch könnte der Sendebetrieb jederzeit wieder voll aufgenommen werden, heißt es weiter von Seiten der Insolvenzverwalter, wenn sich bis zum 22. Januar 2003 ein Investor finde.
B.TV betreibt in Karlsruhe, Ludwigsburg und Stuttgart drei Studios, in Spitzenzeiten beschäftigte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 200 Mitarbeiter, von den aktuellen Kündigungen sollen noch rund 70 Mitarbeiter betroffen sein, die teilweise aber ohnehin schon frei gestellt sind.
Autor: red
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