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NAB2005: Autodesk zeigt Incinerator

Der Hardware-Beschleuniger Incinerator soll die Leistungsfähigkeit des Farbkorrektursystems Lustre erhöhen.

Der Hardware-Beschleuniger Incinerator basiert laut Autodesk auf einem Cluster von CPUs, die parallel via Highspeed-Infiniband-Netzwerk die Leistungsfähigkeit des Color Grading-Systems Lustre deutlich erhöhen sollen. Komplexe Secondary-Color-Correction-Layers und aufwändige Effekte sollen sich dank Incinerator bis 2K-Auflösung in Echtzeit umsetzen lassen. Damit ist die Zielgruppe für Incinerator klar: Das System soll vor allem beim Einsatz im High-End-Werbemarkt und bei Spielfilmprojekten die Möglichkeiten von Lustre verbessern.

Autodesk merkt an, dass Incinerator im Unterschied zu anderen Systemen – gemeint ist damit natürlich das Filmlight-System Baselight – immer ganze Bilder bearbeite. Falle bei Incinerator eine Prozessor-Einheit aus, mache sich das lediglich in puncto Geschwindigkeit bemerkbar, das Bild als Ganzes bleibe aber erhalten. Bei Baselight, wo die Bilder beim Grading in Teile aufgesplittet werden, um so mehr Leistung zu erzielen, besteht aus Sicht von Autodesk immer die Gefahr, dass bei einem Ausfall einer Maschine bestimmte Teile des Bildes nicht bearbeitet werden und ein »Loch« entsteht. Deshalb habe man bei Incinerator einen anderen Ansatz gewählt und bearbeite immer das komplette Bild.

Die wichtigsten Eckdaten des Systems im Überblick (Herstellerangaben):
– Incinerator verteilt das Bild-Processing laut Autodesk intelligent auf acht Processing-Nodes, so dass interaktives 2K-Grading in Echtzeit möglich sei – selbst dann, wenn der Operator anspruchsvolle Aufgaben wie Blurs produziere.
– Incinerator kann von mehreren Lustre-Systemen einer Facility genutzt werden, wobei die Processing-Fähigkeiten von Incinerator abhängig von der Auslastung den einzelnen Systemen zugeordnet werden kann.
– Incinerator basiert auf Standard-Hardware, bei den Processing Nodes handelt es sich nach Herstellerangaben um Rack-Server mit Intel-Xeon-Chips, die Server sind linux-basiert.
– Incinerator lässt sich nicht nur als Hardware-Beschleuniger für Lustre einsetzen, sondern auch als Burn-Background-Renderer. Daher, so der Hersteller, lohne sich ein Investment in diese Hardware doppelt, weil Incinerator beispielsweise tagsüber in der Facility gemeinsam mit Lustre genutzt werden könne und nachts dann als Render-Station.
– Incinerator soll für einen leistungsfähigen 2K- und 4K-Workflow in der Facility sorgen: Nach dem Color Grading in 2K soll es möglich, die voll aufgelösten 4K-Scans mit Incinerator als Renderfarm aus zu geben.

Autodesk will Incinerator als Komplettpaket bestehend aus Hard- und Software anbieten. Der Preis ist derzeit noch offen.

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Autor: red

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