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Praxistest: Kompakte DJI-Drohnen Lito 1 und Lito X1
Daten
Bevor ich zum direkten Vergleich der zwei Lito-Drohnen komme, eine kurze Einordnung in DJIs Produktlinie. Denn ein Ersatz für die Mini-Pro-Serie sind die Litos nicht. Die Mini 5 Pro z.B. fliegt schneller und hat einen viel größeren Sensor – kostet aber auch fast das Doppelte. So liegen die Lito-Drohnen ungefähr zwischen Neo und Mini Pro.
Die Lito 1 und X1 unterscheiden sich äußerlich und in den Flugeigenschaften nicht. Nur wer ganz genau hinguckt, sieht bei der Lito 1 vorne zwei kleine Gitter, während sich bei der X1 hier dunkles Glas befindet. Aha, ein erster Hinweis auf »Pro«-Attribute: LIDAR. Die Lito 1 muss darauf verzichten, während man mit der X1 getrost »Gas geben« kann.
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist der interne Speicher. Während die X1 mit 42 GB aufwartet, kann man bei der Lito 1 nur eine Speicherkarte nutzen. Ein Fakt, der eine Kaufentscheidung aber eigentlich nicht beeinflussen sollte.
Bei den Sensor- und Kameradaten zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Spätestens hier wird ein Käufer auch entscheiden: Nutzt er die Drohne eher für Hobbys oder bestehen ambitioniertere Ansprüche ans Filmen.
Die DJI Lito 1 setzt – ähnlich wie die DJI Neo 2 – auf einen 1/2-Zoll-Sensor, während die DJI Lito X1 mit einem größeren 1/1,3-Zoll-Sensor ausgestattet ist.
Trotz identischer Auflösung von 48 Megapixeln profitiert die Lito X1 im Vergleich zur Lito 1 von der größeren Sensorfläche – ein klarer Vorteil für Dynamikumfang, Rauschverhalten und Low-Light-Performance.
Auch bei der Kamera gibt es Unterschiede zwischen den beiden Drohnen. Die günstigere Lito 1 hat eine Kamera mit f/1.8, eine äquivalente Brennweite von 26,2mm und fokussiert scharf von 4m bis Unendlich. Die Kamera der Lito X1 hat eine f/1.7-Blende sowie eine äquivalente Brennweite von 24mm. Der Fokus geht von 1m bis Unendlich.
Ob die kürzere Brennweite des größeren Modells der geringeren Blende geschuldet ist, kann ich nur spekulieren, aber hier wäre etwas »Längeres« sinnvoller gewesen.
Bei der Videoqualität ist die X1 natürlich auch etwas besser ausgestattet. Beide Drohnen nehmen in 4K mit bis zu 100 fps auf, die X1 in Full HD zusätzlich noch mit bis zu 200 fps. Ein wichtiger Unterschied liegt im Farbprofil. Sowohl die Lito 1 als auch X1 unterstützen 10-Bit 4:2:0, D-Log M bleibt jedoch der X1 vorbehalten. Die Videos werden in H.265 mit bis zu 130 MBit/s aufgezeichnet.
Für Vertikalfilmer eine kleine Info: Die Lito Drohnen nutzen lediglich einen Hochkantausschnitt aus dem 16:9 Video, wenn ich die 1512×2688- Auflösung hierfür richtig interpretiere.
Und dann bleibt noch das bereits erwähnte LIDAR. Wie gut das gerade bei »Selfiedrohnen« funktioniert, haben wir ja bereits in unserem DJI Neo 2 Artikel beschrieben. Somit hat man auch bei schlechten Lichtverhältnissen eine aktive Hinderniserkennung, und die Funktion des Umfliegens von Hindernissen profitiert davon ebenfalls.
Beide Lito-Drohnen halten Wind von bis zu 10,7 m/s aus. Zur Einordnung: Die Mini 5 Pro schafft 12 m/s. Auch bei der Geschwindigkeit sind die beiden Lito Drohnen gleich. Im Sportmodus beträgt die Vmax 18 m/s, was in etwa 65 km/h entspricht (Mini 5 Pro: 19 m/s). Nutzt man das Tracking der Drohnen, ist dies bis 12 m/s (43 km/h) möglich. Ebenfalls gemein haben beide Modelle die O4-Videoübertragung, mit der sich theoretisch eine Reichweite von bis zu 15 km erzielen lässt.
Fotos werden mit 48 Megapixeln aufgenommen, auch die ganzen Flugmodi wie Waypoint, Hyperlapse und die Mastershots teilen sich beide Lito-Modelle.
Seite 1: Varianten
Seite 2: Daten
Seite 3: Praxis und Fazit
Autor: Sas Kaykha
Bildrechte: Sas Kaykha
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