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NAB2009: Sony stellt neue Produkte für XDCAM HD 422 vor

Sony erweiterte die Palette von XDCAM HD 422 um den Camcorder PDW-F800, das Deck PDW-1600 und den Fieldrecorder PDW-HR1.

Erwartungsgemäß zeigt Sony zur NAB2009 neue Produkte im erfolgreichen Format XDCAM HD 422, darunter einen zweiten Camcorder.

Camcorder PDW-F800

Mit dem PDW-F800 stellt Sony einen weiteren Camcorder im XDCAM HD 422-Format vor, der zusätzlich zum schon eingeführten PDW-700 angeboten werden soll.

Im Unterschied zum 700er beherrscht der F800 standardmäßig die native Aufzeichnung von 23,98P im 1080-Modus sowie Multiformat-Aufzeichnung, auch in SD. HD/SD-Konvertierung soll der Camcorder ebenso bieten, wie auch Cross-Konvertierung von 1080i und 720p bei der Wiedergabe. Wie die anderen Geräte des XDCAM-HD-422-Formats zeichnet der F800 auf Sonys Professional Disc in der DL-Variante auf, er kann aber auch Single Layer Discs verwenden.

Beim F800 hebt Sony vor allem die Fähigkeit zur Aufzeichnung mit variablen Frame-Raten für Slomo und Zeitraffer hervor, als under-cranking und over-cranking, was laut Hersteller gerade bei szenischen Produktionen von den Anwendern sehr stark nachgefragt werde.

Der Camcorder ist mit drei 2/3-Zoll-Sensoren ausgerüstet, die eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bieten und er kann vier Audiokanäle in 24 Bit aufzeichnen. Dank einer Image-Inverter-Funktion sollen sich auch Filmook-Adapter mit dem Camcorder nutzen lassen, weiter sind diverse Gamma-Settings vorgesehen, darunter Hyper-Gamma und diverse weitere Gamma-Kurven. Dank einer Fokussierhilfe in Form einer Balkengrafik soll es für die Kameraleute einfacher werden, die korrekte Schärfe zu treffen Proxy-Daten sollen sich direkt auf einen USB-Stick spielen lassen.

Weitere Funktionen des neuen Camcorders: ATW, diverse Markierungen im Sucherbild, Slow-Shutter, Intervallaufnahme, Picture-Cache-Recording mit bis zu 30 Sekunden (Retro Loop), Disc-Wechsel-Cache sowie eine weiche Gain-Steuerung ohne harte Sprünge. Zudem ist der Camcorder mit einem 3,5-Zoll-Farbdisplay ausgestattet.

Als Besonderheit erwähnt Sony, dass man mit dem Camcorder störungsfrei von der Live- zur Wiedergabefunktion Umschalten kann, was im ENG-Bereich nützlich sein kann. Den Nettopreis für den Camcorder, der ab Juni 2009 verfügbar sein soll, gibt Sony für den US-Markt 42.000 US-Dollar an.

Deck PDW-F1600

Das Deck PDW-F1600 setzt auf dem Funktionsumfang des Decks PDW-HD1500 auf, es soll sich für Studioeinsätze ebenso eignen wie für mobile Anwendungen und alle bei Sony gängigen File-Formate und Codecs aufzeichnen können. Das Deck bietet Insert- und Assemble-Editing, sodass sich die Maschine auch wie ein Recorder in einer linearen Editing-Umgebung nutzen lässt. Mit dem eingebauten 4,3-Zoll-Farbdisplay lässt sich das aufgezeichnete Material ansehen, Lautsprecher sind ebenfalls eingebaut. Sony hebt weiter die Möglichkeit hervor, acht Audiokanäle in 24 Bit aufzeichnen zu können. Der neue Recorder kann am Stromnetz, mit Gleichstrom oder Akkus betrieben werden. Laut Sony soll das Deck in den USA ab Juni 2009 zum Nettopreis von rund 28.000 US-Dollar verfügbar sein.

Laptop-Editor PDW-HR1

Mit dem PDW-HR1 stellt Sony einen kompakten Fieldrecorder für mobile Einsätze vor. Der HR1 ist innerhalb der XDCAM HD 422 Familie also für Außeneinsatze im Auto, aber auch im Helikopter gedacht. Sony merkt an, dass der Recorder neben XDCAM HD 422 auch 4:2:0 HD 24p und auch SD-Formate wie MPEG-IMX und DVCAM unterstütze.

Weiter verfügt der PDW-HR1 über einen eingebauten Up-/Down-Konverter und ermöglicht flexible Multiformat-Aufnahmen (1080i/720p) sowie HD/SD-Konvertierung und Cross-Konvertierung zwischen 1080i und 720p während der Wiedergabe. Mit seiner 24p (23,98) Aufnahme- und Wiedergabefunktion in HD 422 ist der Recorder nicht nur für ENG/EFP, sondern auch für die Verwendung im HDCAM SR-Produktions-Workflow konzipiert. Von Vorteil für den mobilen Einsatz sind auch das integrierte 9-Zoll-Farbdisplay und der Lautsprecher — damit lässt sich das Material vor Ort wiedergeben und prüfen.

Bei den Ein- und Ausgängen hat Sony nicht gespart: Der Recorder bietet Ein-und Ausgänge in SD- und HD-SDI, HDMI und Composite-Ein/Ausgang, Gigabit-Ethernet und RS-422. Optional ist der HR1 auch mit i.Link TS Ein-/Ausgang und DVB-ASI Ausgang erhältlich.

Von der Bedienung her erinnert der Fieldrecorder an einen klassischen Videorecorder. So verfügt er über ein Jog/Shuttle-Rad und ein entsprechendes Frontpanel. Weitere Funktionen des Recorders sind EDL-basierte Clip-Bearbeitung und Trigger-Aufnahmen über die SDI-Schnittstellen. Der neue Recorder kann am Stromnetz, mit Gleichstrom oder Akkus betrieben werden.

Als Aufnahmemedium werden DL-Discs genutzt, die bei einer Datenrate von 50 Mbps rund 95 Minuten Videomaterial pro Scheibe aufzeichnen können. Bei 35/25 Mbps beträgt die Kapazität 150/200 Minuten. Sony merkt weiter an, dass der Recorder auch mit Single Layer Discs gernutzt werden kann. Der Recorder PDW-HR1 kommt voraussichtlich im Juni 2009 auf den Markt, der Hersteller, einen Netto-Listenpreis wollte Sony noch nicht nennen.

Weitere Sony-Neuheiten von der NAB2009

Weitere Neuheiten, die Sony zur NAB2009 präsentierte, erläutert Claus Pfeifer in einem Videoreport. In einem weiteren Videoreport erklärt David Bush, warum Sony nicht als Aussteller zur IBC2009 geht. Dass sich die Kameras F23 und F35 langsam auch im Mainstream-Filmbereich durchsetzen, beschreibt eine Meldung hierzu. Weitere Produkte werden in Meldungen zum neuen HD-Sucher, zu LCD-Monitoren und einem Referenz-Display beschrieben. Mit dem SRW-9000 zeigte Sony erstmals einen Single-Piece-Camcorder im Format HDCAM SR. Dass Sony auch Opfer von Produktpiraterie wird. zeigt eine Meldung über eine kopierte LED-Leuchte.

Anzeige:

Autor: red

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