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NXCAM: AVCHD von Sony für den Profi-Markt

Mit einer neuen Baureihe von Camcordern setzt nun auch Sony im Profibereich auf den AVCHD-Codec.

Was bei Panasonic AVCCAM ist, das heißt bei Sony NXCAM: eine Baureihe von semiprofessionellen Camcordern, die mit dem AVCHDCodec arbeiten. Sony stellte das neue Konzept im Rahmen der japanischen Broadcast-Messe Interbee vor.

Als Z5 mit anderem Codec und Speicherkarte statt HDV-Kassette als Aufnahmemedium: So kann das erste Modell der neuen NXCAM-Baureihe von Sony charakterisiert werden. Der Camcorder soll vom Kamerateil mit dem Z5 weitgehend baugleich sein, bietet also drei 1/3-Zoll-CMOS-Sensoren und das gleiche 20fach-Zoom-Objektiv aus der G-Baureihe von Sony. Auch die Bedienelemente, die den Kamerateil betreffen, sind gleich.

Leider beharrt Sony beim Aufzeichnungsmedium auf seiner eigenen Speicherkartenentwicklung, dem Memory Stick (in der Version Memory Stick Pro Duo), der bei weitem nicht so verbreitet ist, wie etwa die SD-Speicherkarte. Das ist schade, denn der Anteil der SD-Speicherkarten am Verkaufsvolumen der Festspeichermedien wird von verschiedenen Quellen auf rund 80 % beziffert, liegt also deutlich vor den konkurrierenden Speicherkarten, wie etwa der zweitplatzierten CompactFlash-Karte (CF), die aber immer noch wesentlich stärker im Markt verbreitet ist, als Sonys Eigenentwicklung.

Immerhin gibt es ein alternatives, optional angebotenes Aufzeichnungsmedium: Ein USB-Flashdrive, das seitlich hinten an den Camcorder angedockt werden kann. Es soll möglich sein, parallel auf Memory Stick und Flash-Laufwerk aufzunehmen.

Bei den Datenraten gönnt Sony der NXCAM-Baureihe maximal 24 Mbps, das ist mehr als bei AVCHD-Geräten aus dem Consumer-Bereich üblich und es toppt auch die Maximalrate des AG-HMC151 (Test) von Panasonic, die bei 21 Mbps liegt — wobei die Datenrate allein natürlich wenig über die Bildqualität aussagt. Die Auflösung des neuen Sony-Camcorders soll bei 1920 x 1080 Bildpunkten liegen, alternativ stehen 720p50 zur Verfügung auch auch in SD-Auflösung soll das Gerät aufnehmen können, dann mit den HDV-Eckwerten in MPEG-2. Den Ton zeichnet der Camcorder wahlweise als AC3 Audio oder als PCM Audio auf.

Einige interessante neue Funktionen des Camcorders sind beispielsweise der verbesserte Steadyshot sowie die GPS-Funktion, die es erlaubt, den Metadaten der Aufzeichnung den Standort während der Aufzeichnung zuzuordnen.

Der Camcorder soll einen HD-SDI-Ausgang mitbringen, der ein unkomprimiertes Kamerasignal ausgeben kann.

Der Lieferstart könnte, so deutet Sony an, schon bald erfolgen — vielleicht schon im Januar 2010. Erste Vorseriengeräte wurden schon vorab an ausgewählte Sony-Tester verteilt — was zeigt, dass der Start der Serienfertigung unmittelbar bevorstehen dürfte.

Letztlich ist NXCAM als Reaktion auf AVCCAM von Panasonic zu sehen und gleichzeitig ein weiteres Läuten des Totenglöckchens für HDV: Die Ära der bandbasierten Akquisition geht auch bei Sony endgültig zu Ende, das wird sich weiter fortsetzen.

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Autor: red

Bildrechte: Nonkonform

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