Home » MagentaTV: Die WM schläft nie – die Regie auch nicht
MagentaTV: Die WM schläft nie – die Regie auch nicht
Studio New York: Remote produziert, live gesendet
Das Studio in New York befindet sich im Financial District und ist technisch analog zu den Stadion-Setups aufgebaut. Kameraseitig sind zwei Sony FR7-PTZ-Kameras, zwei Sony FX3 Gimbals und eine Polecam mit einer DreamChip Atom One HDR-Kamera installiert.
Das fertige Signal aus New York wird als aufbereitetes Einzelsignal an DMC Production übergeben.
Neun EB-Teams, die durch Kanada, Mexiko und die USA reisen – darunter eines, das dauerhaft das DFB-Team begleitet – liefern ebenfalls ihr Material über Bonding-Rucksäcke von Haivision/Aviwest nach München. Auch diese Systeme werden vollständig remote gesteuert, inklusive Intercom und Rückbild.
Ein technischer Knackpunkt: Alle US-Signale kommen in 59,94 Hz. Der Ü12 in München wandelt diese 24 Signale in 50 Hz.
»Was man noch hervorheben muss: Wir realisieren sowohl die Gold-Pakete wie auch das Studio in New York mit nur vier Personen – das ist extrem schlank«, ergänzt Robert Kis, Geschäftsführer TV Skyline.
Studio Ismaning: Herzstück in München
DMC Production Germany verantwortet die gesamte Studioproduktion in Ismaning. Hansjörg Baumgartner, Projektleitung bei DMC, erklärt: »Wir kombinieren das Studio hier in Ismaning mit dem Studio in New York und den Venues aus den Stadien – das sind unsere drei Hauptachsen der Produktion.«
Das Hauptstudio in Ismaning ist als New Yorker Loft gestaltet: authentische Stromkästen, Heizkörper, US-Designelemente – und zwei hochauflösende LED-Wände mit 16 mm Pixelpitch.
Moderatorin Anna Kraft über die Kameras im WM_Studio.
Die 16,5 Meter lange Rückwand im Studio transportiert live die Stimmung des aktuellen Spielorts, Tageszeit und Lichtstimmung inklusive. Das ambitionierte Set-Design stammt von Jürgen Bieling und BDA Creative aus München, der Bühnenbau von DMC selbst.
»Die Kombination aus funktionaler Studiobeleuchtung und gestalterischen Lichtakzenten ermöglicht es, die verschiedenen Sendungsformate visuell voneinander abzugrenzen und gleichzeitig eine durchgängige Bildsprache über alle Programmstrecken hinweg zu schaffen«, so Alexander Dechant, thinXpool.
Im Moderationsbereich wiederum steht eine hochauflösende LED-Wand mit sechs mal vier Metern Größe.
Das Studio produziert mit vier Broadcast-Kameras, darunter ein Kamerakran, eine Steadicam sowie zwei Studiokameras auf Pedestals.
Ergänzt wird die technische Ausstattung durch verschiedene On-Air-Monitoring-Lösungen, darunter ein 100-Zoll-Display und ein 86-Zoll-Touchscreen für Analysen und Präsentationen.
Für die Moderatoren und Gäste stehen zwölf Funkmikrofonstrecken inklusive Bügel- und Havarie-Mikrofonen sowie sechs In-Ear-Funkstrecken zur Verfügung.
Ein besonderes Merkmal ist das zentrale Grafik- und Zuspielsystem, das sämtliche Medienflächen im Studio ansteuert und gleichzeitig eine nahtlose Bespielung der Studioflächen in New York ermöglicht. Dadurch können Inhalte standortübergreifend ausgespielt und die Produktionen visuell eng miteinander verzahnt werden.
Realisiert wurde das 350m² große Studio im Studio 4 auf einer Gesamtfläche von 690m².
Seite 1: Remote-Produktionskonzept thinXpool/TV Skyline + Video
Seite 2: Studios in New York und Ismaning + Video
Seite 3: Technik DMC Production + Video
Autor: Christine Gebhard
Bildrechte: Nonkonform, TV Skyline














