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Elements One für die Postproduktion bei Awado Live

Der Broadcast-Bereich verlangt effiziente Workflows. Aufzeichnungen von Live-Übertragungen müssen an den Schnittplätzen möglichst schnell bearbeitet und für die Zuschauer auf Abruf zur Verfügung gestellt werden. Wie das mit Elements-Speicher geht, beschreibt Julian Oser von KST Moschkau.

Die Datenmenge eines Studios erfordert ein leistungsfähiges Verwaltungssystem. Um dies für den Kunden Awado Live zu gewährleisten, lieferte KST Moschkau bei diesem Projekt das Medienspeichersystem Elements One von Elements aus.

©AwadoHintergrund: AWADO LIVE realisiert professionelle Videoproduktion und moderne Unternehmenskommunikation. Vom Imagefilm über Eventvideos, Digitalwahlen bis hin zu Live-Streaming und Podcasts. KST Moschkau realisierte für das Unternehmen  – unter anderem – das leistungsfähige Elements-Speichersystem.

Für den Kunden ergaben sich grundsätzlich folgende Anforderungen:

  • ©KSTMedienspeichersystem mit Skalierbarkeit und gleichzeitiger Zugriff von mehreren Schnittplätzen
  • Medienverwaltung und Automatisierung
  • Zusammenführung von Aufzeichnungen aus mehreren Standorten
  • Verbreitung und teilen von Medien an den externen Kunden
  • Kollaboration und Integration von DaVinci Resolve
  • Verwaltungsebene mit Vergabe von Benutzerrollen
  • Sicherer Zugang zu Mediendateien via Internet
  • Backup-Lösung

Die Umsaetzung des Projekts erfolgte in mehreren Schritten:

Installation im Netzwerk

Elements lieferte das System in der 24-Bay-Variante für Haupt- und Satellitenstandort aus. Für den Hauptstandort installierte das Team zusätzlich ein »Elements Worker«-System sowie einen »Elements DMZ Node«. Der »Elements Worker« übernimmt dabei die rechenintensiven Aufgaben wie die Erstellung von Proxies aus dem UHD-Material und das Transkodieren von Mediendateien.

©Elements TV

 

Das Medienspeichersystem erhielt im Netzwerk ein eigenes VLAN und ist lokal über eine 10-Gbit/s-Netzwerkschnittstelle erreichbar. ©Elements TVDie Medienbibliothek für den externen Zugriff läuft über den DMZ Node. Dieser erhielt ein eigenes Transfernetz zur Firewall und fungiert als Tor zwischen Firewall und Speichersystem. Die DMZ trennt dabei den öffentlichen Zugang zur Medienbibliothek vom lokalen Netzwerk.

Der DMZ Node von Elements unterstützt TLS/SSL und läuft über eine kundeneigene Domain.

 

Datenverwaltung und Benutzervergabe

Das Speichersystem ist auf Datensicherheit und Geschwindigkeit ausgelegt; 180 TB Storage stehen bereit. ©KST MoschkauFür schnelle Verfügbarkeit setzt Elements auf das »BeeGFS«-Dateisystem – mit den Vorteilen Skalierbarkeit, hoher Leistung bei Parallelbetrieb und Flexibilität für künftige Integrationen. Eine Systemüberwachung ist in der WebUI integriert und löst bei Problemen Benachrichtigungen aus.

Über die WebUI lassen sich »Productions« und »Workspaces« einrichten, die Medien nach Kunden und Geschäftsbereichen strukturieren. Jeder Bereich kann eine eigene Laufwerksstruktur anlegen – so lassen sich interne Aufzeichnungen von externen Produktionen klar abgrenzen.

Durch gezielte Rechtevergabe entstehen Arbeitsbereiche für interne und externe Kunden. Nur bestimmte Benutzer verfügen für die Verwaltung von Cloud-Backups oder administrativen Aufgaben über die nötigen Rechte.

 

©KST MoschkauIntegration in DaVinci Resolve

Für kollaboratives Arbeiten in DaVinci Resolve läuft der DaVinci Project Server direkt auf dem Elements-System – Editoren können so gemeinsam an Projekten arbeiten. Neben der Client-Applikation für den Laufwerkszugang liefert Elements auch ein DaVinci-Resolve-Plugin. Dieses dient im Schnittprogramm als Datei-Browser und Medienverwaltung und ermöglicht den Abruf von Automatisierungen sowie die Arbeit mit Proxy-Dateien. Auch weitere Schnittsoftware wie Adobe Premiere, Final Cut oder Avid Media Composer lässt sich einbinden.

©KST MoschkauEinrichtung der Medienbibliothek

Die Elements Medienbibliothek übernimmt die Verwaltung und Verbreitung der Inhalte – und ist auch für externe Kunden im Internet erreichbar. Dort können sie Medien anschauen, herunterladen, kommentieren oder freigeben. Proxy-Dateien sorgen dabei dafür, dass auch Nutzer mit begrenzter Bandbreite flüssig arbeiten können.

Konfiguration von Automatisierungen und Backup-Lösung

Automatisierungen heben das Elements-System auf ein neues Effizienzniveau. Sogenannte »Jobs« steuern etwa die standortübergreifende Datensynchronisierung oder Cloud-Backups zu festgelegten Zeiten. Diese Jobs lassen sich mit Benachrichtigungen verknüpfen und unterstützen eigene Python-Skripte.

©KST Moschkau

Ein konkreter Anwendungsfall ist die Marker-Integration aus dem Aufzeichnungssystem in DaVinci Resolve: Bereits während der Aufzeichnung setzt das System Timecode-basierte Marker – etwa für geplante Schnittmarken im Nachgang. Ein automatisierter Job liest diese Marker aus einer XML-Datei und schreibt sie in die Metadaten. Per Klick im DaVinci-Resolve-Plugin lassen sie sich dann importieren und in der Timeline anzeigen.

Elements One ist damit mehr als ein Speichersystem – es schafft eine integrierte Arbeitsumgebung mit schnellem Medienzugriff und weitreichender Automatisierung. Herausforderungen gab es dennoch: Die Integration von Python-Skripten ist von der eingesetzten WebUI-Version des Elements-Systems abhängig.

Autor: Julian Oser

Bildrechte: Elements, KST Moschkau

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